Chiropraktik wirkt besser als Schmerzmedikamente

Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt eindeutig:
Bei Schmerzen des Nackens oder Rückens helfen Medikamente kurzfristig und mäßig, während fachgerechte manuelle Therapie und regelmäßiges Üben eine signifikante Verbesserung bringen können.
Wenn beides zusammen kommt - das Üben und das Hand anlegen- kann es dem Nacken nur besser gehen.
Studie zu Nackenschmerzen ►.

Homöopathie und Strahlung

geistert das Wort "Strahlung" immer wieder durch die Welt - und natürlich auch die Frage, was dagegen zu tun sein könnte.
Anbei der Rundbrief einer Kollegin, Annette Bisping, die diese Informationen zur Verfügung stellt.

Quelle: Annette Bisping

Palliativmedizin

Steg Horizont ©Horst Krückemeier

Palliativmedizin in Gütersloh/Halle

Der Begriff "Palliativ" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "in einen Mantel hüllen, mit einem Mantel bedecken".In der Medizin ist eine der Hauptbedeutungen bezogen auf Maßnahmen, die ausschließlich lindernden und nicht heilenden Charakter haben.
Palliativmedizin bedeutet also vornehmlich, Menschen von Atemnot, starken Schmerzen, Übelkeit oder ähnlich belastenden Zuständen so weit wie möglich zu befreien.Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität bei schwer kranken oder sterbenden Menschen, damit diese so wenig wie möglich leiden müssen.
Viele Menschen haben am Ende ihres lebens vor allem den Wunsch, nicht in einem Krankenhaus sterben zu müssen. Sie wünschen sich ihre vertraute Umgebung und ärztlichen Beistand, der das alles ermöglicht.
Und zum Glück gibt es seit einigen Jahren die ärztliche Zusatzqualifikation der Palliativmedizin: die ÄrztInnen sind ausgebildet, die entsprechenden Beschwerden lindernd zu behandeln, Angehörige zu unterstützen und anzuleiten und insgesamt begleitend bei allen medizinischen Fragen zur Seite zu stehen.
Diese Hilfe können alle Menschen mit einer eindeutig lebensbegrenzenden Erkrankung und schwer zu behandelnden Symptomen beantragen.

Die besonders gute Nachricht dabei: Der Anspruch auf eine Sterbebegleitung zu Hause ist seit 2007 im Sozialgesetzbuch festgeschrieben. Jeder Mensch kann diese Begleitung beantragen und die Kassen haben 240 Millionen Euro jährlich dafür vorgesehen.
Allerdings fehlt es überall noch an ausgebildeten ÄrztInnen, die sowohl medizinisch als auch sozialtherapeutisch ausgebildet sind, sterbende Menschen wirklich angemessen zu begleiten.
Für die Betroffenen und auch deren Angehörige ist diese Möglichkeit oft ein echter Silberstreif am Horizont: die Vertrautheit und Ruhe des häuslichen Bereiches, der Kontakt mit nahen und vertrauten Menschen hilft oft, den schmerzvollen Übergang zu erleichtern und die Lebensqualität zu erhalten oder gar zu verbessern.

Die gute Nachricht für die Region:
In Bielefeld gibt es bereits seit 2008 ein Palliativ-Netz - und nun ist im Januar auch der Kreis Gütersloh dazu gekommen. Die Stadt Halle ist durch das Engegement von Dr. Sigrid Kestner-Flender ebenfalls vertreten. Leider ist sie für den Bereich Halle/ Borgholzhausen noch die einzige Äzrtin mit der entsprechenden Zusatzqualifikation. Aber ein Anfang ist gemacht: derzeit werden drei Menschen von ihr palliativ betreut.
 

Nähere Infos zum Thema: www.palliativnetz-bielefeld.de

Quelle: Westfalenblatt vom 10.02.2010
Autorin: Conny Dollbaum/ Heilnetz