Three happy children jumping at once

Wissen Sie, wie glücklich Sie sind?

Diese Übung kann einen überraschenden Effekt haben - nämlich den, zu bemerken, dass Sie glücklicher sind als angenommen.

Sie benötigen ein Blatt Papier, Ihren Kalender oder ein kleines Notizheftchen und einen funktionstüchtigen Stift.
Beides sollte so beschaffen sein, dass Sie es den ganzen Tag ohne Ausnahme bei sich tragen können (naja, unter der Dusche vielleicht nicht....).

  • Schreiben Sie mindestens während eines ganzen Tages auf, wann Sie kleine Augenblicke der Freude, des Genusses, des Glücks erleben
  • Notieren sie wirklich jede Kleinigkeit (z.B. warmer Sonnenstarhl im Gesicht beim Stehen im Stau)
  • Schreiben Sie die Intensität mit einer Zahl zwischen 1 (kleine Freude) und 10 (sehr großes Glück) dazu
  • Sehen Sie am Abend nach, wie viele Momente der Freude es gab...

Sind Sie überrascht?
Gab es nicht mehr Freuenswertes als erwartet?
Machen Sie weiter mit diesem kleinen Glückstagebuch, zu dem Giovanni Fava mehr schreibt.

krokus

Sprachmelodien für die Seele

Goethe hat im Faust'schen Osterspaziergang genau diesem "Erwachen" in Mensch, Seele, Gemeinschaft und Natur auf besondere Weise Ausdruck verliehen:

Vor dem Tor

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück;
der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dort her sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farben beleben;
doch an Blumen fehlts im Revier,
sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.

Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden:
aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus der Straßen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluß in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
hier ist des Volkes wahrer Himmel,
zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

 

aus Goethe, Faust 1

Hände ©Horst Krückemeier

Wohnt die Seele im Körper?

Und ist es nicht tatsächlich seelen- und liebevoll, sich dem eigenen Haus zumindest sagen wir, einmal täglich, bewusst  zuzuwenden?
Eine Möglichkeit dazu könnten Sie morgens direkt nach dem Erwachen beim Liegen im Bett wahrnehmen:

  • Legen Sie Ihre Hände ineinander und spüren diesen Kontakt, vor allem, die Handflächen, zwischen denen sofort Wärme spürbar wird
  • Streichen Sie nun Ihre Hände innen und aussen, reiben Sie sie sanft und achtsam aneinander
  • Tasten sie die einzelnen Finger erst der einen dann der anderen Hand
  • Nehmen Sie einfach wahr, wie schön es ist, dass sie Hände haben

Die Hände bilden übrigens, ebenso wie Ohren, Schädel und Gesicht oder die Füße, als Reflexzonen den kompletten Körper ab.
Durch diese liebevolle Zuwendung widmen Sie sich also nicht nur den Händen, sondern im Grunde Ihrem ganzen Körper.

Sie wollen lieber Ihre Ohren, Ihr Gesicht oder die Füße "wecken"? Aber bitte: Einfach sanft streicheln, massieren und bewusst wahrnehmen!

Idee und Quelle: Artikel in der natur&heilen, Februarausgabe, Artikel über Body Blessing von Sabrina Fox

 


 

Bunte Noten

Die Seele singt

Und deshalb heißt der heutige WochenTipp: Singen Sie!

Ob allein, mit CD-Unterstützung, im Wald, gemeinsam, in der Badewanne, zum Klavier oder beim Ziwebel schälen:
Lassen Sie Lieder aufsteigen, singen, schmettern, summen, tirilieren Sie, was das Zeug hält - weltlich, sakral, auswärts oder deutsch, wortlos oder vielstimmig.

Viel Verjnüjen!

Grasherz

Die Würde von Opfern und Tätern

Um unsere Seelen zu befrieden, kann ein würdevoller Umgang mit unserer Vergangenheit hilfreich sein.
Der Zenmeister Bernie Glassmann geht seit vielen Jahren zum Retreat nach Auschwitz, um auch dort Heilung und Würde zu suchen - und zu finden.
Sehen Sie selbst, zu welcher Würde wir alle fähig sind ...http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=28832&mode=play

Buddhahoch ©Conny Dollbaum

Lachen wie ein Buddha

Lassen Sie sich auf eine sehr besondere Weise dazu verführen: http://www.youtube.com/watch?v=udlNOIF_HKk

Und bitte...haben Sie etwas Geduld - es lohnt sich!

arc en ciel © Terebenthine - Fotolia.com

Träume sind die Nahrung auf dem Weg zum Ziel

Was also hält Dich gerade heute davon ab, ins Mittagslicht oder Abenddunkel hinein zu träumen - gerade jetzt ein Mensch zu sein jenseits von Wirtschaftskrise, Klimawandel, Alltagswahn und Zukunftsangst?
Was hält Dich ab, gerade heute, gerade jetzt dem Traum die Tür zu öffnen?

Einen Versuch ist es wert, oder?

Das Zitat ist die Überschrift zu einem Interview mit Alexander Kluge in brandeins

wiese mit baum © Uwe Wittbrock - Fotolia.com

Kraft tanken

Hier eine Kraftübung für alle Tage, insbesondere die kälteren Tage:

  • Suchen Sie sich einen kräftigen, starken Baum, legen Sie Ihre Hände auf die Rinde und bitten Sie den Baum mental Ihnen Energie und Kraft zu spenden.
  • Fühlen Sie, wie die Lebensenergie aus den Wurzeln durch den Baum und auch in Ihre Hände und von dort in Ihren Körper strömt. Eine Kraft, die tief aus den Wurzeln des Baumes und dem Reich von Mutter Erde kommt.

Das Ritual können Sie ebenfalls anwenden, wenn Sie Stress und Sorgen abgeben und innerlich zur Ruhe kommen möchten. Bitten Sie „Ihren“ Baum darum, Ihnen ein Stück Last abzunehmen, und bedanken Sie sich zum Abschluss bei Ihrem Helfer aus der Natur!

www.pelinn.de

Streicheln nährt die Seele

Auch wenn Sie zu den Dauer-StreichlerInnen gehören, weil Sie gerade verliebt sind..,

  • Nehmen Sie sich ab heute vor, mindestens drei verschiedene Lebewesen am Tag bewusst zu streicheln
  • Ein Mensch, ein Tier, eine Pflanze, ein Mineral oder sich selbst...: Nehmen sie die Schönheit wahr und spüren streichelnd die Zärtlichkeit des Kontaktes

Das ist schon alles - drei Mal am Tag, eine Woche lang, so bewusst und spürend wie möglich.

© Alexander Maier - Fotolia.com.jpg