Thema: Krankheit und Gesundheit

 

Krank oder gesund? Das ist hier die Frage!

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von GastautorIn

Wir alle möchten in erster Linie gesund sein. „Gesundheit ist das höchste Gut“, so sagt es der Volksmund und wenn wir sie verlieren, treten meistens alle anderen Werte hinter diesen Verlust zurück. Die WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) verfasste 1948 zur Gesundheit eine bis in die heutige Zeit allgemeingültige Definition. Sie legte fest: „Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Dieser These entsprechend können wir also davon ausgehen, dass Gesundheit davon abhängt, dass wir im Gleichgewicht mit uns selbst, unserem Umfeld und all den uns umgebenden Bedingungen sind. Doch wie real ist der Zustand der Gesundheit, wenn wir unseren Blick einmal weiter schweifen lassen?

 

Sind Sie noch ganz gesund?

Wenn Sie sich einmal selbst betrachten, was denken Sie, sind Sie unter der genannten Prämisse gesund? Befinden Sie sich im Gleichgewicht mit sich selbst und all dem, was Sie umgibt? Denken Sie z.B. daran, dass der andauernde Ärger mit ihrem Nachbarn, ihrer Kollegin oder ihrem Chef ihr inneres Gleichgewicht erheblich ins Wanken bringt und Sie womöglich in Folge dessen manchmal ein unangenehmes Ziehen in der Magengegen verspüren. Doch sind Sie deshalb wirklich schon krank? Oder erzeugt der lästige Fersensporn, der sich nach längeren Spaziergängen meldet, bereits ein Krankheitsgefühl in Ihnen? Fühlen Sie sich wirklich krank, wenn Ihr Blutdruck eigentlich zu hoch ist, doch Ihnen dank der regelmäßigen Einnahme von Blutdrucksenkenden Medikamenten, keinerlei Symptome mehr bereitet? Und wer bestimmt nun eigentlich darüber, ob Sie „krank“ oder „gesund“ sind? Sie selbst, der Arzt oder ihre Heilpraktikerin?

Offenbar lässt sich der Zustand von „Gesundsein“ oder „Kranksein“ nicht so leicht allgemeingültig klären, sondern unterliegt der ganz individuellen Wahrnehmung und Betrachtung.

Das innere Gleichgewicht ist ein sensibles Ding!

Wir sind in ständiger Aktion und Reaktion mit unserer Umwelt. Ob und wie der Umgang mit den Bedingungen in uns wirkt, hängt von unserer Wahrnehmung und unserer Sichtweise ab. Wird zum Beispiel eine Situation von zwei Menschen gleichsam erlebt, so ist es möglich, dass sie in einer der beiden Personen den Anstoß eines Ungleichgewichtes bedingt, während die zweite Person die Situation nicht sonderlich gewichtet und sie somit auch kein Ungleichgewicht, welcher Art auch immer, hervorruft. Führt allerdings eine kurz- oder langfristig empfundene Belastung oder sonstiger nachhaltiger Einfluss zu einer manifesten Reaktion im komplexen System des Menschen z.B. dem Auftreten einer nachweisbaren Strukturveränderung eines Organsystems (Funktionsstörung/ /Zelldegeneration/Mutation usw.)oder einer psychischen Auffälligkeit, so wird unter langläufigen Gesichtspunkten die Diagnose „Krankheit“ – ein nachweisbares körperliches, wie seelisches Ungleichgewicht - gestellt.

Kranksein als Ungleichgewicht

„Kranksein“ ist somit ein seelisches, wie körperliches Ungleichgewicht, welches den Menschen dazu anhält oder drängt und manchmal sogar zwingt, in irgendeiner Weise tätig zu werden und somit das aus dem „Lot geraten sein“ zu beeinflussen.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten dem entstanden Ungleichgewicht zu begegnen. Die westliche Schulmedizin betrachtet den Patienten zumeist noch als ein Objekt, das in Körper und Seele getrennt zu sein scheint. Der Patient wird dann als ein „kranker“ Körper behandelt, und zwar ungeachtet seiner Lebenssituation, seines biografischen Hintergrundes oder seiner persönlichen emotionalen, mentalen und spirituellen Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen hauptsächlich physiologische, biochemische und biophysikalische Funktionen, die apparativ beleuchtet und in der Regel durch die Gabe von Medikamenten gezielt behandelt werden. Die in diesem Zusammenhang angewandten Maßnahmen unterdrücken Krankheiten mehr oder weniger, ohne eine tiefere Lösung auf allen zusammenhängenden Ebenen von Körper, Geist und Seele anzubieten. Sie zielen darauf ab, die Symptome auszuhebeln, bekämpfen aber deren Ursache nicht.

Es ist wie beim Jäten von Unkraut: Wer nur das sichtbare Kraut abreißt und sich nicht um das Ausgraben der Wurzel kümmert, der wird es nicht dauerhaft los.

Nachhaltige Gesundheit

Um nachhaltig zu gesunden – das innere Gleichgewicht auf allen Ebene wieder herzustellen – ist es hilfreich Maßnahmen zu wählen, die nicht nur auf die Überdeckung bzw. Unterdrückung von Symptomen abzielen, sondern ganzheitlich auf Körper, Seele und Geist einwirken. Verfahren zu nutzen, die die Regulationsfähigkeit und die Selbstheilungskräfte des Körpers einschließen, diese aktivieren und unterstützen und dabei sowohl den biographischen Hintergrund, die physischen und emotionalen Bedingungen berücksichtigen. Methoden anzuwenden, die Impulse auf allen Ebenen anbieten, so dass der Menschen letztlich durch ein Erkennen, ein Verstehen und die Anleitung zur Umsetzung zum eigenverantwortlich Handelnden in Sachen „Gesundheit“ werden kann.

Denn „Gesundsein“ ist ein aktiver Zustand der Selbstwahrnehmung und Selbstbegegnung – ein Fließen zwischen Wohlsein und Unwohlsein. Es ist die Fähigkeit zu reagieren und zu handeln. Einfluss zu nehmen, auf die Bedingungen, die uns umgeben. Eine Erweiterung der Sicht- und Betrachtungsweisen, der Selbstreflektion und Dankbarkeit. Ein Pendel, das sich bewegt und auch mal in der Mitte ruht - in unserer Mitte - die wir individuell definieren müssen. Es ist unser  Wohlfühlstatus, der das Gleichgewicht darstellt, das was wir anstreben können, um uns „gesund“ zu fühlen.

Ein Artikel von Alexa Förster

Heilpraktikerin, Physiotherapeutin,Autorin

Praxis für Resonanzmedizin

Apfelstrasse 12b
33613 Bielefeld

www.praxis-fuer-resonanzmedizin.de

 

 

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