Gemeinsam wirksam: Weiterbildung und Förderung

Geförderte Weiterbildungen für Menschen, die mit Menschen wirken

Quelle: Guido von Fürstenberg Unternehmensberatung
27. Januar 2026 von Guido von Fürstenberg Unternehmensberatung

Die Guido von Fürstenberg Unternehmensberatung ist seit vielen Jahren im Heilnetz OWL Mitglied und begleitet selbstständig tätige Menschen aus Heil-, Beratungs- und Begleitberufen bei ihrer beruflichen Entwicklung. Guido (von Fürstenberg) versteht Unternehmertum nicht als Gegenpol zu achtsamer, sinnorientierter Arbeit, sondern als deren tragfähige Grundlage – gerade für Menschen, die mit und für andere wirken.

Ein besonderer Schwerpunkt der Beratung und Begleitung anderer Heilnetzler:innen liegt auf dem KOMPASS-Programm: einem bundesweiten Förderprogramm, das Solo­selbstständigen den Zugang zu hochwertiger beruflicher Weiterbildung ermöglicht. Über dieses Programm können ausgewählte Kurse – darunter auch Angebote aus dem systemischen und prozessbegleitenden Bereich – mit einer hohen Förderung in Anspruch genommen werden.

Für uns Heilnetz-Mitglieder entsteht daraus ein konkreter Mehrwert:
Guido bietet kostenfreie Orientierungsgespräche, klärt Förderfähigkeit, unterstützt bei der Antragstellung und begleitet den gesamten Prozess – ruhig, transparent und auf Augenhöhe. So wird Weiterbildung nicht nur fachlich, sondern auch finanziell leichter zugänglich und kann gezielt zur eigenen beruflichen Klärung, Positionierung und Wirksamkeit genutzt werden.

Aktuell: Weiterbildung „Systemische Aufstellungen“ mit Heiko Veit

Vor diesem Hintergrund startet bald (ab 26.03.2026) die Weiterbildung „Systemische Aufstellungen“ mit Heiko Veit. Das Angebot richtet sich an Menschen aus Beratungs-, Coaching- und Heilberufen, die ihre Arbeit um eine tiefgehende systemische Methode erweitern möchten – mit Fokus auf Wahrnehmung, Haltung und prozesshaftes Arbeiten.

Die Weiterbildung verbindet theoretische Fundierung mit intensiver Selbsterfahrung und praxisnaher Anwendung. Sie schafft einen geschützten Raum, in dem eigene Anliegen ebenso Platz haben wie das Lernen professioneller Aufstellungsformate für Einzel- und Gruppensettings. Gerade für Heilnetz-Mitglieder, die mit komplexen menschlichen Systemen arbeiten, kann dies eine wertvolle Vertiefung der eigenen Praxis sein.

Der Kurs wird über die Guido von Fürstenberg Unternehmensberatung KOMPASS-förderfähig angeboten. Interessierte können vorab eine kostenfreie Beratung in Anspruch nehmen, um zu klären, ob die Teilnahme – fachlich wie förderrechtlich – gut zur eigenen Situation passt. Da der Kurs zeitnah beginnt, empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme.

Buche dir hier gerne einen kostenfreien unverbindlichen Beratungstermin:

https://bit.ly/4qKwjDt

Systemische Aufstellungen: Wenn verborgene Muster sichtbar werden und wie Du durch Aufstellungsarbeit Klarheit gewinnst sowie neue Handlungswege entdeckst

Dir ist das bereits begegnet, sei es bei Dir oder im beruflichen Kontext: Bestimmte Themen kehren immer wieder zurück. In der Partnerschaft entstehen Konflikte, die sich seltsam vertraut anfühlen. Im beruflichen Kontext reagierst Du heftiger, als die Situation es rechtfertigen würde. Oder Du spürst eine innere Blockade, die sich nicht in Worte fassen lässt und doch ihre Wirkung entfaltet.

Was, wenn diese wiederkehrenden Muster nicht zufällig sind? Was, wenn sie auf tiefere Zusammenhänge hinweisen, die sich unserem bewussten Verstand entziehen?

Menschen als Wesen in Kontext und Kontinuum

Wir Menschen existieren nicht isoliert. Wir sind eingebettet in Kontexte, die Umfelder, in denen wir leben und gelebt haben. Familie, Partnerschaft, Organisation, Gesellschaft. Gleichzeitig sind wir Teil eines Kontinuums, eines Zeitverlaufs, der frühere Erfahrungen mit gegenwärtigen Situationen verbindet.

Diese beiden Dimensionen wirken zusammen, oft auf Weisen, die uns nicht bewusst sind. Frühere Kontexte, wie die Beziehungen in der Kindheit, können sich auf heutige Situationen auswirken. Besonders spannend (und manchmal herausfordernd) wird es bei Kontextverwechslungen: Wir erleben in der Partnerschaft oder im beruflichen Umfeld etwas, das ähnlich anfühlt wie das, was wir als Kind mit wichtigen Bezugspersonen erlebt haben. Dann reagieren wir nicht auf das Hier und Jetzt, sondern auf ein Echo aus der Vergangenheit.

Solche Dynamiken lassen sich selten allein durch Nachdenken auflösen. Sie brauchen einen anderen Zugang, einen, der über das rein Kognitive hinausgeht.

Aufstellungsarbeit: Dem Unsichtbaren Raum geben

Systemische Aufstellungen bieten genau diesen Zugang. Sie sind eine kraftvolle Methode, um bei wiederkehrenden Themen, Blockaden oder inneren Spannungen tiefer einzusteigen, gerade auch dann, wenn sich diese noch nicht klar benennen lassen. Anliegen können aus dem privaten ebenso wie aus dem beruflichen Kontext stammen.

Das Besondere an Aufstellungen: Sie machen sowohl innere Dynamiken als auch Dynamiken im Umgang mit der Welt sichtbar. In einem geschützten Rahmen können sich Muster, Beziehungsgeflechte oder innere Bilder zeigen, die bisher im Verborgenen wirkten. Komplexe Zusammenhänge, ob familiär, partnerschaftlich oder organisational, werden plötzlich sicht- und greifbar.

Stell Dir vor, Du könntest für einen Moment von außen auf Dein System schauen. Du würdest sehen, wie die einzelnen Elemente zueinander stehen, wo Nähe ist und wo Distanz, wo Energie fließt und wo sie stockt. Genau das ermöglichen Aufstellungen: Sie schaffen eine räumliche Repräsentation innerer oder äußerer Systeme.

Häufig zeigen sich Zusammenhänge, die vorher nicht sichtbar waren:

  • Loyalitäten, die unbewusst wirken
  • Verstrickungen, die Handlungsfähigkeit einschränken
  • Ressourcen, die übersehen wurden
  • Perspektiven, die neue Möglichkeiten eröffnen

Das Entscheidende: Es geht nicht darum, schnelle Lösungen zu finden oder etwas "wegzumachen". Es geht darum, anzuerkennen, was ist. Diese Anerkennung, das Sehen und Würdigen dessen, was wirkt, ist oft schon der erste Schritt hin zu einer Veränderung.

Dem Prozess vertrauen, der Weisheit des Systems Raum geben

Aufstellungsarbeit folgt keiner starren Methodik. Sie vertraut darauf, dass Systeme eine eigene Intelligenz haben. Dass sich zeigt, was sich zeigen will, wenn wir den Raum dafür schaffen. Das klingt vielleicht ungewohnt für Menschen, die es gewohnt sind, Lösungen zu erarbeiten. Und doch liegt genau in diesem Vertrauen eine besondere Kraft. Dem Prozess zu folgen, wahrnehmen, was sich zeigt, und neue Impulse aufnehmen.

Selbstermächtigung durch Klarheit

Was Aufstellungen ermöglichen, ist Selbstermächtigung. Nicht im Sinne von "Du musst nur wollen", sondern im Sinne von: Du erkennst, was wirkt, Du siehst Zusammenhänge, Du gewinnst Klarheit über Deine Position im System. Und aus dieser Klarheit heraus kannst Du neue Entscheidungen treffen.

Vielleicht erkennst Du, dass eine Blockade, die Du bei Dir vermutest, tatsächlich eine Loyalität zu jemandem ist, der Dir wichtig war. Vielleicht siehst Du, dass ein Konflikt in Deiner Partnerschaft eine Kontextverwechslung ist. Vielleicht wird deutlich, dass eine berufliche Herausforderung mit einem inneren Konflikt zwischen verschiedenen Anteilen zu tun hat. Diese Erkenntnisse sind nicht theoretisch. Sie sind verkörpert, erlebt, erfahren. Und genau deshalb wirken sie tiefgreifender als rein kognitive Einsichten.

Für wen ist Aufstellungsarbeit geeignet?

Aufstellungen sind eine Einladung, einem Anliegen auf eine andere Art und Weise zu begegnen. Sie eignen sich besonders, wenn:

  • Du wiederkehrende Muster in Beziehungen oder im beruflichen Kontext bemerkst
  • Du eine Entscheidung vor Dir hast und Klarheit suchst
  • Du innere Blockaden oder Widerstände spürst, die sich schwer fassen lassen
  • Du Deine Position in einem System (Familie, Organisation, Team) besser verstehen möchtest
  • Du das Gefühl hast, dass etwas "dazwischen" steht, aber nicht genau weißt, was Aufstellungen professionell anleiten lernen

Vielleicht spürst Du beim Lesen nicht nur Interesse an Aufstellungen für Dich selbst. Vielleicht entsteht auch der Impuls, diese Arbeit selbst anzubieten, Menschen in Beratung, Coaching oder therapeutischen Kontexten auf diese Weise zu begleiten. Aufstellungen anzuleiten ist mehr als eine Technik. Es ist eine methodische Kompetenz, die fundiertes Wissen, praktische Erfahrung und eine bestimmte Haltung vereint. Wer Aufstellungen professionell einsetzen möchte, braucht:

Eine solide theoretische Grundlage:

  1. Verständnis systemischer Prinzipien und Wirkweisen
  2. Kenntnis verschiedener Aufstellungsformate für unterschiedliche Kontexte
  3. Wissen um psychodynamische und systemische Zusammenhänge

Geschulte Wahrnehmung:

  • Die Fähigkeit, Bildsprache zu lesen und zu deuten
  • Sensibilität für subtile Dynamiken im Raum
  • Kompetenz in der Hypothesenbildung aus dem, was sich zeigt

Methodisches Handwerkszeug:

  • Verschiedene Interventionsformen (Umstellungen, Sätze, Rituale)
  • Anpassung an verschiedene Settings (Einzel- und Gruppenarbeit)
  • Formate für Coaching (Problemaufstellungen, Kontextüberlagerungen, Zielaufstellungen, Entscheidungsaufstellungen)
  • Formate für Business-Kontexte (Organisations- und Teamaufstellungen, Unternehmens-Umfeld-Aufstellungen)

Eine klare Haltung:

  • Die Fähigkeit, Räume zu halten
  • Vertrauen in die Weisheit des Systems
  • Präsenz und Klarheit in der Prozessbegleitung

Zwischen Erfahrung und Kompetenz

Eine fundierte Ausbildung in Aufstellungsarbeit schafft genau diese Brücke. Sie verbindet theoretisches Wissen mit intensiver praktischer Erfahrung. Du lernst nicht nur, wie Aufstellungen funktionieren, sondern erlebst selbst die Tiefe dieser Arbeit, sowohl mit eigenen Anliegen als auch in der Rolle der Aufstellungsleitung.

Besonders wertvoll ist eine Weiter- oder Ausbildung, die verschiedene Perspektiven integriert: systemisches Denken, psychologisches Wissen, Embodiment, Prozessarbeit. Eine Ausbildung, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Raum gibt für eigene Prozesse, für Supervision, für das gemeinsame Erkunden komplexer Fragestellungen.

Die Qualifizierung richtet sich an Menschen, die bereits beratend oder coachend arbeiten und ihre methodische Kompetenz erweitern möchten. Sie ermöglicht Dir, Aufstellungen sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting professionell anzuleiten, angepasst an private und unternehmerische Kontexte.

Eine fundierte Weiterbildung in Aufstellungsarbeit geht über die reine Methodenvermittlung hinaus. Sie ist ein Lernweg für besseres Handeln in komplexen sozialen Systemen. Durch kontinuierliche Erfahrung in Aufstellungen schulst Du vor allem Deine eigene Haltung und Perspektive auf komplexe adaptive Systeme.

Auf einer körperlichen Ebene lernst Du, in anderer Art und Weise auf Deine Sinne zu achten. Durch den Fokus auf Körperwahrnehmung gewinnst Du ein feines Instrumentarium, um auch in Alltagssituationen mehr Informationen zur Verfügung zu haben.

Auf der intellektuellen Ebene geht es um andere Konzepte der Beobachtung und Bedeutungsgebung. Die Perspektiverweiterung auf ein System, statt auf Einzelpersonen zu schauen, und der Zoom vom Gesamtsystem zu relevanten Ausschnitten braucht Konzepte, die nicht nur gelernt, sondern vor allem in einem selbst gebildet, also erfahren werden müssen.

Auf einer emotionalen Ebene kannst Du durch Aufstellungen eine differenziertere Wahrnehmung von Gefühlen, Emotionen und Empfindungen entwickeln. Diese Unterscheidungen sind wichtig, um sich von dieser Ebene zwar informieren, aber nicht überwältigen oder davon treiben zu lassen.

Auf der Ebene des Gewahrseins ergibt sich ein anderes Verständnis und eine gesteigerte Fähigkeit der eigenen Aufmerksamkeitssteuerung sowie der Intentionsbildung. Der zunehmend bewusstere Umgang mit den eigenen Absichten ist ein wesentlicher Faktor in der eigenen Orientierungsfähigkeit in komplexen adaptiven Systemen.

Warum Aufstellungen so wirksam sind

Aufstellungen integrieren Körper und Sprache. Sie sind damit eine hoch effiziente Methode für Analyse und Veränderung. Das Gehirn lernt nicht nur kognitiv, sondern vor allem durch verkörperte Erfahrung. Was im Raum erlebt und bewegt wird, prägt sich tiefer ein als das, was nur gedacht oder besprochen wird.

Diese körperbasierte Dimension macht Aufstellungen zu einem gehirngerechten Werkzeug. Sie sprechen verschiedene Ebenen gleichzeitig an: kognitiv, emotional, körperlich. Genau deshalb können sie Veränderungen anstoßen, die über rein verbale Interventionen hinausgehen.

Wenn Du als Beratende oder Coachende Person Deinen Methodenkoffer um systemische Sichtweisen und explizite Aufstellungsarbeit erweitern möchtest, dann ist eine fundierte Qualifizierung der nächste Schritt. Eine solche Weiterbildung erstreckt sich typischerweise über mehrere Monate und umfasst intensive Präsenzphasen, in denen Du:

  • Die theoretischen Grundlagen systemischer Aufstellungsarbeit verinnerlichst
  • Verschiedene Aufstellungsformate kennenlernst und anwendest
  • Deine Wahrnehmung schulst und Bildsprache lesen lernst
  • Interventionen übst und Deine eigene Haltung entwickelst
  • Supervision erhältst für Deine Praxis
  • Sowohl prototypische als auch reale Aufstellungen begleitest

Der Rahmen ist meist so gestaltet, dass er selbst entwicklungsorientiert ist. Du lernst nicht nur über Aufstellungen, sondern in einem Raum, der die Prinzipien verkörpert, die er lehrt.

Aufstellungsarbeit lernen

Die Weiterbildung für Coachende und Beratende bietet Dir eine grundlegende Qualifizierung zur Anleitung systemischer Strukturaufstellungen im Einzel- und Gruppensetting. In zwei intensiven Modulen über mehrere Monate hinweg verbinden sich theoretische Fundierung, praktische Anwendung, Wahrnehmungsschulung und Supervision zu einem transformativen Lernprozess.

Du lernst verschiedene Aufstellungsformate für Coaching und Business-Kontexte kennen, entwickelst Deine Fähigkeit, Bildsprache zu lesen und systemische Interventionen gezielt einzusetzen. Die Weiterbildung richtet sich an Menschen, die bereits über grundlegende Kompetenz in Beratung oder Coaching verfügen und ihre methodische Expertise um Aufstellungsarbeit erweitern möchten.

Erfahre noch mehr über die KOMPASS-förderfähige Weiterbildung und die nächsten Termine:

www.heiko-veit.com/kurse/weiterbildung-aufstellungen-coachende-beratende

Ein Artikel von
Guido von Fürstenberg Unternehmensberatung